bericht berger sprudler #1 21.09.2010

#gedächtnis-bericht von Claus - evtl. ergänzen /erweitern - thx.

Am Montag den 20.09.2010 trafen sich an der Haltestelle Mineralbäder/ Kiosk + Herr Lehrer, Bezirksingenieur Stadt Stuttgart, bezirk Ost + Herr Kirsch, Obermonteur, Betriebsstättenüberwachung Berger Sprudler und die Leuts vom shack: chris, houze, matze, ronny, daniel, phil, claus, chris, momo

GRUNDSÄTZLICH

Der Brunnen, besser - die Brunnenanlage - wurde 1977 zur Bundesgartenschau gebaut. Die Anlage besteht aus 10 Sprudlern, die jeweils rechts und links der U-Bahngleise über zwei Wasserschlaufen mit Wasser versorgt werden. In jedem Brunnen befindet sich ein Wasserbehälter, aus dem eine Tauchpumpe insgesamt 5 Düsen am Kopf eines jeden Kegelstumpfes bedient. Das hochgeschleuderte Wasser läuft dann am Brunnen herab und durch Abflussgitter zurück in den Bottich. Nun sind von 10 Pumpen wohl schon 2 komplett tot, und weitere 3 bzw. 4 geben nach kurzer Zeit wieder den Betrieb auf.
Die Steuerung ist von 1977 und total veraltet. Derzeit geht der Betrieb so: wenn ein Brunnen ausfällt wartet man im städtischen Amt, bnis sich jemand beschwert. Dann ruft man den Instrallateur, der die Anlage wieder von Hand anfährt.
Wenn dann die Sprudler laufen, verbrauchen sie zu viel Strom. Wohl insbesonders durch die Spitzen beim Anlaufen.
Dazu kommen Regelprobleme mit dem Wasserstand: jeder einzelne Kegelstumpf mit Pumpe regelt selbst seinen Tauchbottich. Steht hier der Schwimmer auf „zu voll“ oder „zu leer“, schaltet sich die Pumpe aus und muss von Hand (prozedur s.o.) wieder angefahren werden. Einerseits ein Zeit=Geldaufwand, anderseits ein völlig überholtes Verfahren.
Im Ingenierbüro der Stadt wünscht man sich weniger Strombedarf und - falls möglich - eine Fernsteuerung, am besten über das Netz. Aber das Minimum wäre, die vorhandene Steuerung so ausfallsicher wie möglich zu bekommen, wobei auch die Regelung des Wasserstandes und der allgemeine Zustand der Pumpen ein Thema ist.

VOR ORT

Der Steuerungsraum besteh aus 4 qm in dem sich links eine kleine Schaltschrank-wand befindet, die das shack-team untersucht hat. Es wuren die Vorgänger der derzeitgen steuerung gefunden und merkwürdige Papieraufzeichnungen, die derzeit noch untersucht werden. Die Verkabelung hin zu den einzelnen Brunnen im Gelände ist nicht mehr dokumentiert und müsste neu erstellt werden. Ob noch alle Leitungen intakt sind ist fraglich. Man müsste eventuelle Brüche vom Verkabelungsraum her ausmessen. Vom zentralen Steuerungsraum im Kiosk gehen Leitungen zu weiteren dezentralen Schaltschränken auf dem Gelände der Brunnenanlage.
Mit Ende des Volksfestes (24. September / 10. Oktober 2010 ) werden auch die Berger Sprudler heruntergefahren. In dieser zeit könnte man auch die einzelnen Brunnenschächte besuchen und die Pumpen darin examinieren.
Für die Reparatur einer einzelnen Pumpe liegt ein Kostenvoranschlag vor: 8000 Euro Material plus Einbau.
Jeder Brunnen hat auch 5 Strahler (a 150W) an seiner Basis, die nach Auskunft des Bezirksingenieurs „noch nie“ getan haben. Ebenfalls ein offenes Thema derzeit.

Der Bezirksingenieur ist für neue Lichtkonzepte und Blinken.Spritz (Vorschlag Projektname gestern) tendenziell offen, aber wenn es mehr wird als nur eine Überholung der Anlage, dann ist das Stadtplanungsamt mit im Boot und dort müssen dann neue Gnehmigungen eingeholt werden, was tendenziell kein Problem sein sollte.
Der Bezirksingenieur kann sich auch ein Reparatur-Budget bzw. shack-Anerkungszahlung vorstellen - nur müsste diese Hand und Fuß und Positionen haben, die ein Amtsleiter abnicken kann.

WAS DER SHACK TUT

wir haben gestern mal alles angesehen und dokumentiert. Am Donnerstag kann man noch mal vor Ort in die Brunnen hineinsteigen - Herr Kirsch ist vor Ort und schließt dann auf. So könnte man sich auch über den Zustand und die Erscheinung der Brunnenpumpen schlau machen.

Eine Arbeitssitzung für das weitere Vorgehen könnte man auf dem shack-Plenum am Mittwoch besprechen oder wenn unsere Dokumentations-Abteilung ihre Arbeit abgeschlossen hat. ich würde das mal grob an Chris weitergeben.

BILDER & ATTACHMENTS

Donnerstag, 23. Sept. begehung vor Ort

Date: Thu, 23 Sep 2010 15:34:06 +0200
From: chris <xxxx antispam xxx >
Subject: [Mitglieder] Protokoll Sprudlertermin Donnerstag 23.09.2010
To: <xxxx antispam xxx >

  • matz
  • jens
  • chris
  • herr kirsch

begehung eines sprudlers. einstieg von oben. eindruck: manche teile sind fast fingerdick verrostet.

die kegel sind aus betonformteilen zusammengesetzt, die spalten sind nicht dicht, so dass wasser dazwischen durchsickert und dem brunnen verloren geht. es wird durch frischwasser ersetzt. eine umfassende neue abdichtung waere geboten.

im zentrum des brunnens steht ein kreisrundes becken, ca. 2m hoch und mit 3m durchmesser. in diesem becken befindet sich die pumpe unter wasser. sie drueckt das wasser ueber ein ca. 25cm starkes rohr nach oben in eine ringleitung, die die duesen speist. das wasser laeuft an der aussenwand ab, in eine umlaufende rinne und von dort direkt in das becken zurueck. die einzige filterung sind siebgitter, dort, wo die rinne in die abflussrohre uebergeht. das becken wird regelmaessig im fruehjahr gereinigt.

in dem becken gibt es einen schwimmer, der das mechanische frischwasser- ventil steuert [1].

weitere schwimmer sperren die pumpe bei ueber- oder unterschreitung des vorgegebenen beckenfuellstands.

wenn das becken ueberfuellt ist, muss wasser durch manuelles betaetigen eines ventils abgelassen werden. danach muss der brunnen manuell reaktiviert werden.

wenn das becken unterfuellt ist, muss wasser durch manuelles betaetigen eines ventils zugegeben werden. danach muss der brunnen manuell reaktiviert werden. dieser fall tritt seltener auf, weil es eine nachfuelleinrichtung [1] gibt.

die ursache eines brunnenausfalls ist nur durch betreten des brunnens (leiter anlegen, besteigen, deckel aufschrauben, hinabsteigen) festzustellen.

im brunnen gibt es einen ca. 30×40 cm grossen verteilerkasten, der nur klemmen enthaelt.

die komplette steuerung findet ausserhalb des brunnens statt.

gefunden haben wir das lose ende eines telefon-erdkabels mit 3 oder mehr doppeladern. das waere ein ansatzpunkt fuer telemetrie zur ueberwachung der fuellstaende, ggf. auch mehr.

die defekte pumpe muss ueber den deckel des brunnes gehoben werden, wozu ein kran notwendig wird. wenn man da angreifen will - niemand weiss, was der pumpe fehlt - muesste die pumpe in der naehe des brunnens untersucht und getestet werden.

bleibt noch, dass die stadt naechstes jehr 5 der brunnen sanieren will, fuer unbekannte werte von „sanieren“.

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