shackStrom

Anforderungen

Aus der Diskussion zum Strom haben sich folgende Anforderungen ergeben:

  • Dauerstrom 24/7 für bestimmte Geräte
    • Kühlschrank
    • Zentraler Server
    • Router
    • WLAN
    • Licht in den Räumnen
    • Großer Raum nur Durchgangslicht
    • Schliessystem
  • Beim Verlassen des shack sollen alle überflüssigen Verbraucher zentral vom Netz getrennt werden um Stromkosten zu sparen
  • Steckdosen sollen in sinnvollen Abständen entlang der Innenwände platziert werden
  • Netzwerkdosen sollen ebenfalls in sinnvollem Maße im Raum verteilt werden
  • Steckdosen im Lagerraum (bisher keine Vorhanden)
  • Sicher und mechanisch sowie elektrisch robust
  • Soll maximale Flexibilität bei der Raumgestaltung ermöglichen und Ausbau- bzw. Anpassbar sein

Weitere Anforderungen bitte hier hinzufügen und als solche Kennzeichnen!

  • Starkstrom am Basteltisch? Technisch möglich, Kabel bräuchte man halt noch…

Planung

  • An der langen Rückwand und der Querwand wird ein Kabelkanal (60mmx60mm) installiert, darunter werden alle 2,5m die Steckdosen und Netzwerkdosen platziert
  • Als Steckdosen werden die günstigen Doppeldosen von Reichelt verwendet
  • Es wird drei getrennte Stromkreise im Hauptraum geben:
    • Bastelnetz mit 10mA FI-Schutzschalter für den Personenschutz
    • EDV-Netz für den Anschluss von Laptops, Rechnern und allem, was nichts mit Basteln zu tun hat
    • Permanent-EDV-Netz für das Rack und eventuelle WLAN-Spielereien am Fenster
  • Die drei Kreise hängen über einen Unterverteilerkasten am ehemaligen Drehstromanschluss des Duschraums, dieser geht dabei verloren
  • Die restliche Strominstallation wird so belassen, wie sie momentan ist
  • Geschaltet werden die beiden Kreise im Hauptraum von einem günstig erstandenen Installationsschütz, das zusammen mit dem FI im Unterverteiler Platz finden soll
  • Wärend der Umsetzung soll das vorhandene Netz und die neuen Segmente für Folgearbeiten dokumentiert werden

Als Grundlage für die Verdrahtung war folgender Stromlaufplan gedacht: Stromlaufplan.ALPHA

Umsetzung

Trotz sorgfältiger Planung kam am Ende irgendwie alles anders. Das Ergebnis rechtfertigt aber hoffentlich die teilweise erheblichen Abweichungen vom Plan 8-)

Analyse

Vor den geplanten Arbeiten am Strom haben wir uns die vorhandene Installation mal näher angesehen. Dabei kam folgendes zu Tage:

  • Der Haupschalter im Zählerkasten macht den Sicherungskasten IM Raum NICHT Spannungsfrei!!!
  • Die Hauptsicherungen und der Haupschalter fürs Gebäude befinden sich in dem Gerümpelabteil unterm Shackspace. Zugang kann der Haus- und Hofelektriker von „hinter dem grünen Rolltor“ verschaffen.
  • Der Sicherungskasten war recht wirr verdrahtet
  • Die Isolation an den Zuleitungen ist nicht mehr die jüngste
  • Die verwendeten Stromschienen waren recht seltsam hingebogen und äußerst dürftig gegeneinander isoliert
  • Der Drehstromanschluss im Duschraum war mit Schmelzsicherungen abgesichert
  • Die Zuordnung der Verbraucher zu den Phasen war recht willkürlich. Zb lagen 3x16A, die auch noch recht gut ausgelastet werden könnten auf einer 35A Leitung.
  • Allgemein zu großzügig abisolierte Leiter. Dies war vA angesichts der dauerheißen Zuleitungen für die weiteren Arbeiten nicht hinehmbar.

Sofortmaßnahmen

Um einen sicheren Ausbau der Anlage zu ermöglichen wurden sofort einige Maßnahmen getroffen:

  • Einbau eines Hauptschalters im innenraum, der tatsächlich den Kasten spannungsfrei schaltet. Ausserdem wurden die Zuleitungen bündig abisoliert, damit ein Berühren spannungsführender Teile wärend der weiteren Arbeiten unmöglich wird.
  • Änderung der Aufteilung der Stromkreise auf die Phasen und Ersetzen der alten Stromschienen durch gut isolierte neue. Die Struktur ist nun klarer und die Verdrahtung einfacher.
  • Entfernung der Drehstromschmelzsicherung um mehr Platz im Kasten zu haben.
  • geschicktere Verlegung der Neutral- und Schutzleiter um eine spätere Änderung bei der Zuordnung von Stromkreisen zu vereinfachen

Strukturanpassung

Nach der Neuverdrahtung des Sicherungskastens schienen folgende Änderungen an der ursprünglich geplanten Struktur als sinnvoll:

  • P-EDV, EDV und Bastelnetz werden direkt im Sicherungskasten angeschlossen. Dadurch bleibt der Starkstromanschluß im Duschraum erhalten, falls mal jemand sowas braucht.
  • Das Schütz findet dank der entfernten Schmelzsicherung doch im Sicherungskasten Platz. Dadurch wird eine flexible Auswahl der Stromkreise möglich, die abgeschaltet werden sollen. In der aktuellen Planung gehören dazu jetzt auch die Küche und der Duschraum.
  • Für den Starkstromanschluss ist jetzt ein Platzsparender dreifach Leitungsschutzschalter eingebaut
  • Zusätliche Abzweigungen im P-EDV Netz (für den Schließautomat, die Steckdose vor der Tür und den Mate-Mat) sind vorgesehen
  • Der FI-Schalter passt leider nicht mehr in den Sicherungskasten und bekommt seine eigene Box überm Kabelkanal. Dann muss auch nacher niemand am Hauptverteilerkasten rumspielen, wenn der FI mal auslöst.

Einkauf

Entgegen ursprünglichen Plänen (es geht einfach alles schief LOL ), wurde das ganze Gerümpel am Ende statt im www spontan in den Baumärkten der Umgebung erstanden. Dabei ergaben sich folgende Änderungen:

Kabelkanal 60mm*60mm → 110mm*60mm

Im Baumarkt gibts nur den. Beim Hornbach wurde der Mengenrabat auf die Teile an der Kasse falsch berechnet, daher sind die jetzt am Ende ungefähr gleichteuer wie die ursprünglich geplanten. Vorteil ist der fast unbegrenzte Platz in den Kanälen, zukünftige Erweiterungen können kommen! Axo, den kleinen Kabelkanal gabs mangels Lagepeilung der Kassendame umsonst dazu. shack dankt Hornbach!

Reichelt Billo-Dosen → recht edle Doppel-Feuchtraumdosen

Im Toom gabs die im Sonderangebot. Waren nur minimal teurer als die Reicheltteile, können aber deutlich mehr. Vorteile: Klappen, Stabilität und die Kabel können geklammt werden, statt geschraubt bei den billigen. Macht die Montage super simpel! Da Toom-intern die Sache mit den Preisen nicht so ganz klar geregelt ist, haben in einem anderen Toom-Markt auch die günstigen Preise bekommen, obwohls da kein Sonderangebot gab. shack dankt Toom!

Montage

Die Montage verlief recht problemlos. Die Kanäle wurden entlang einer Schnur (Nivellierlaser waren leider grad leer) montiert und in den Ecken auf Gehrung gesägt. Spannend war die Kabeldurchführung über die rote Wand zum Verteilerkasten. Hierzu wurde eine Kabelrutsche durch die Glaswolle-Hölle gebaut und fachmännisch mit einer Drahsonde solange gestochert, bis eine Schnur durchgezogen werden konnte. Selbige ist immer noch drin und kann für weitere Kabeldurchführungen verwendet werden.

Die jeweils linken Doppeldosen führen Bastelnetz, die rechten EDV. PEDV liegt hinter dem Rack auf der rechten Doppeldose und unter dem Fenster auf der ganz linekn.

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