Woodwoob

Der erste DIY shack Subwoofer.

In mehreren Räumen im shack befinden Lautsprecher wie auch im Seminarraum die u.a. der Unterhaltung dienen.
Da die Lautsprecher aber der Kategorie „fürs Regal“ entspringen, sind sie recht klein.
Zwar laut aber es fehlt der Druck.

Da neulich 2 Speaker über waren, kam der Entschluss “ Ein Sub muss her“.
Als Gehäuse waren verschiedene Bauweisen möglich, aber die Wahl fiel auf ein Transmission Line. Die Größe des Gehäuses war ein Vorschlag von dem Gehäuse-Rechner von http://www.lautsprechershop.de
Nach den Vorgaben der specs des Woofers,spuckte der Rechner die Größe aus.

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Also ab in den Baumark und MDF (16mm) kaufen und sägen lassen.

In Der Werkstatt angekommen ging es ans Bearbeiten des Loches für den Speaker.
Praktisch wenn eine Oberfräse zur Verfügung steht. Da die Oberfräse auch wie ein Zirkel benutzt werden kann, ist das fräsen des Loches kein Problem. Aber damit der Ausschnitt beim Durchbruch des Fräsers durch das Material sich nicht verkantet, hab ich den Abfall mit einem Kantholz von der Rückseite her fixiert.

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Nach dem fräsen sah das ganze dann so aus

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Das Loch ist sauber gefräst, nichts hat sich verkantet.

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Damit das Loch auch noch etwas ansehnlicher wird, hab ich das Loch noch mit einem Profilfräser (Beading oder auch Viertelstab) bearbeitet.

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Hier das Ergebnis

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Nachdem die Vorarbeiten durch waren, ging es ans zusammenschrauben der Transmission-Line. Anzeichnen, Vorbohren, Senken, Bretter zueinander ausrichten, Schrauben rein.

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Auch wichtig ist die Dämmung. Hier kam Verpackungs Noppenschaum zum Einsatz.

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Fixiert hab ich die Dämmung mit handelsüblichem Sprühkleber.

Der Fortschritt:

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Nach und nach wächst das Projekt und kommt langsam zum Abschluss der ersten Bauphase. Der Aufbau steht und die Box kann das erste mal angeschlossen und getestet werden. Das Gehäuse ist bis jetzt nur geschraubt, aber es soll wenn die ersten Eindrücke und Ergebnisse zufriedenstellend sind, gespachtelt, geschliffen und lackiert werden.

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Fazit der ersten Bauphase:

Leider stellte sich beim lautstarken Test heraus dass das Chassi so schlecht verarbeitet ist, das er den Dienst nach etwa 10 Minuten Betriebszeit aufgab. Aber nicht nur das eine Chassi, sondern auch das zweite das noch auf Halde lag und baugleich ist. Das Problem war das die starren Drähte der Schwingspule auf den flexiblen Übergang der Zentrierspinne so schlecht verarbeitet waren, das sie sich beim Schwingen abgerüttelt haben. Auch Nacharbeiten an der Stelle brachte keine Besserung. Somit muss der Sub leider erst mal einen Job als etwas zu groß geratener Briefbeschwerer antreten bis ein neues Chassi zur Verfügung steht.

So und weiter geht es.

Nachdem das Gehäuse für das alte Chassi gebaut war und ich kein neues Gehäuse bauen wollte, sollte ein vergleichbarer sub her. Nach einiger Suche und einem Blick in den Geldbeutel sollte es der Mivoc AWM 104 werden. Da das Preis/Leistungsverhältnis stimmt, und vorallem die specs vergleichbar waren wie Membranfläche, Hub, Resonanzfrequenz.

Gefunden, bestellt, ausgepackt….. hoppla…. der ist wohl ein bischen größer als der alte. Ob der wohl noch passt?

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Aber alle Bedenken waren unbegründet. Nachdem alles offensichtlich passte, sollte es an den Einbau gehen, allerdings mit einer kleiner Änderung. Nach anregungen und Tips habe ich den Sub auf einen Extra Ring geschraubt und das Eigentliche Einbauloch vergrößert. Weil: der Sub nicht mehr von innen an die Front verbaut wird, die Wartung besser wird, weils geiler ausschaut.

Also nochmal ab in den Baumarkt gefahren, Frontplatte neu gekauft und die alte als Holzspender hergenommen.

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So sah es dann zwischendrin aus.

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Danach neue Frontplatte mit einem neuen Loch für den Sub versehen und eingebaut. Verleimt und verschraubt kam das dabei raus.

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Fazit nach der Hörprobe: klingt gut, sieht gut aus, alles soweit ist auf dem Stand wie ich es wollte,

also kann es mit dem Bau weiter gehen.

Also die gekaufte MDF Grundierung ausgepackt und losgelegt.

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Das vorläufige Ergebnis sah dann so aus.

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So jetzt steht da ein Subwoofer aber es fehlt noch eine Endstufe dafür. Für diesen Zweck hatte ich eine günstige china Lösung gekauft, eine 2.1 ClassD Endstufe. Aber wie sich heraus stellte, war die Endtsufe so gut wie der Preis… billig.

Also war das auch keine Lösung.

Glücklicherweise hat ein Freund von mir zwei identische Car Hifi Endstufen zu verschenken gehabt die sich in meinem Besitz einfanden.

Dann kam die Überlegung die Kiste eigenständig zu bauen, quasi als aktiv Subwoofer der aber allerdings auch Topś treiben kann. Also 2.1 system. Die eine Endstufe gebrückt für den Sub und die andere Endstufe im Stereo Betrieb für andere Lautsprecher die nicht unter die Kategorie Subwoofer fallen. Ein Netzteil ist dafür ja noch nötig. Also hab ich mein Netzteil mit 12V und 50A genommen um das alles zu betreiben. Eigentlich war das Netzteil für mein 3D Drucker gedacht aber ich dachte mir das der Sub jetzt prio hat :-)

Die Endstufen sollten mit in das Gehäuse gebaut werden. Aber nicht mit in den Resonanzraum. Also muss noch ein Platz her wo die Technik verbaut werden kann inklusive der Anschlüsse.

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Wie man sieht hat der Sub in der zwischenzeit seine entgültige Farbe bekommen. Schwarz hat jeder, weiss war auch net mein Fall, also hab ich mich für etwas entschieden das net jeder hat. Da hatte ich mich für die gute Obi Farbe „Kiwi“ entschieden. Und siehe da:

Ein hübscher aktiver 2.1 Subwoofer mit Anschlüsse für Top-Teile.

Die Kiste hat allerdings ein Gewicht erreicht das keiner mehr tragen will. Deswegen hab ich den Sub noch mit teporären Standfüßen, Rollen und einem Griff versehen. Jetzt ist die Kiste sogar halbwegs transportabel und kann wie eine Mülltonne hinter sich her gezogen werden.

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Der Subwoofer macht sich in unserer Lounge sehr gut da er trotz geringem Pegel einen schönen Druck macht der nicht störend wirkt. Vorallem weil sich der Druck gleichmäßig im Raum verteilt und überall nahezu den gleichen Klang bringt. Es gibt keine stellen in denen der Druck nervend hoch wird.

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