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Die Idee einen eigenen Radioaktivitätsmesser im shack aufzubauen, kam erneut auf, als zum mindestens 2. Mal ein atomarer GAU – diesmal in Fukushima die Welt (für kurze Zeit) wachrüttelte.

Projekte und Produkte

Eine Sichtungsphase bezüglich käuflich erwerbbarer Geigerzähler, deren Community und Datenaufbereitung ergab folgende aktive Projekte:

  • Radiation Watch – 99 Pfund
  • Radioactive@Home – Projekt setzt auf Boinc auf. Ein teilbestücktes Kit kostet ca 25 Euro. Radiation Kits zum Selbstbau können über das Forum bestellt werden.
  • uradmonitor – Ähnliches Projekt wie radioactive@home, nur, dass die Geräte vollständig verbaut ankommen – zum Projektstart konnte man keine Units kaufen
  • Radmon.org – Units waren zum Zeitpunkt ausverkauft ca 200$

Zusätzlich haben wir folgende Hardware Units im Internet ohne zugehöriges Projekt gefunden welche unsere Anforderungen (USB) erfüllen:

Projektstart

exco hat das Projekt offiziell auf der Shackspace Mailingliste als Crowdfunding Projekt gestartet und nach einer Woche sind von den Unterstützern und nach etwas an Diskussion 230 virtuelle Euro zusammengekommen (danke an , makefu, exco, timm, optimizr, karlo, hornig, uebner). Nun, da das Geld zusammengekommen war konnte da Projekt beginnen.

exco hat  im Sinne des Bildungsauftrages (Wissen vermitteln und so) des shackspace e.V. zwei Geigerzähler vom radioactive@home Projekt ausgesucht und diese über das Forum bestellt.

jungfräuliches radiation@home Kit

jungfräuliches radiation@home kit

Assembly

Das Kit beinhaltet eine eingemessene/kalibrierte Röhre (Geiger-Müller-Zählrohr), den Microcontroller und die Platine mit den bestückten Hochspannungskomponenten. Gefehlt haben Niederspannungskondensatoren, Widerstände und weitere „Gewürze“. Leider lag vom Radioactive@Home Projekt die Liste nur als PDF und nicht als Einkaufsliste bei einem Elektronikanbieter vor – entsprechend war der erste Schritt alle Teile bei Mouser zusammenzuklicken (Mouser BOM). Diese Arbeit will man wirklich nur einmal machen!

Nachdem die Kits und die zusätzlichen Teile angekommen sind wurden beide Geigerzähler von Alexander und Karlo zusammengelötet.

Lötsession

Lötsession

Zusätzlich haben wir von Thomas als Sachspende statt harter Währung einen weiteren Geigerzähler inklusive Testmaterial für das Projekt bekommen.

Deployment

Der Geigerzähler wurde im Rechenzentrum oberhalb des Server Racks aufgestellt und das USB-Kabel ist an den Virtual-Machine Host gesteckt und von dort an die von makefu aufgesetzte/verwaltete Nukular VM weitergeletet wo eine Boinc Installation dem radioactive@home Projekt die Daten überträgt. Die Tweaks, die für die Installation unter Archlinux notwendig waren können auf diesem github gist durchgesehen werden.

Nach Anbindung an das BOINC Projekt werden die im shack gesammelten Daten entsprechend in der Radioactive@home website angezeigt:

Von einer anderen Virtuellen Maschine (Heidi) werden diese Daten erneut geladen und in eine Time-Series Database geschrieben um am Ende schicke Graphen (in schwarz) für den Kiosk zu generieren:

Die Messwerte werden zusätzlich von dem Shackspace Monitoring überwacht und bei fehlenden Daten sowie bei Überschreitung des radioaktiven Grenzwertes (0.4 µSv/h) wird eine Alarmierungs-Email versandt, Der Source Code der Plugins kann auf Github heruntergeladen werden.

Offene Aufgaben

Parallel zum Aufbau haben wir versucht die verschiedenen, in der Findungsphase ausfindig gemachten, Projekte miteinander zu verkuppeln. In dem Fall radmon + radioactive@home war dies sogar sehr erfolgreich und nun beinhalten beide Communityprojekte jeweils die Daten des anderen Projekts Link zum Forum.

Als offene Punkten bleiben dem αβγ-Geigerzähler ein Gehäuse zu lasern bauen und ein I2C Display an den 2. Geigerzähler zu löten, sowie dessen USB-Konnektivitätsprobleme zu debuggen.

Lessons Learned

Wenn ihr Hardware-Community Projekte starten solltet bedenkt:

  • bereitet eine 1clickbom kompatible Teileliste vor
  • Werft den aktuelle Quellcode + Build Config auf Github oder eine Vergleichbare Plattform  -> Source Änderungen können nachvollzogen werden und Leute können bei Bedarf einfacher an der Entwicklung Teil haben – Fixes beisteuern
  • Bereitet eine einzige Landing Page für das Projekt vor die beschreibt wie man sein neues Kit zum laufen bekommt
  • Benuzt ein Wiki!
  • yahoo (wer?) pipes gibt es nicht mehr  – es wurde 3 Tage nachdem die Datenabholung + Konvertierung realisiert war abgekündigt

Diese Dinge helfen dabei neuen Usern nicht erst durch unzählige Mails/Forum Posts zu suchen und am Ende doch die Entwickler (Euch!) fragen zu müssen.

Eigene Lessons Learned:

  •  Zurückblickend würden wir nächstes Mal nach dem Spendenaufruf einfach ein fertiges Gerät kaufen – es war uns nicht bewusst, wie viel Arbeit ein vergleichsweise einfaches Projekt nach sich ziehen kann. Der Bau des Radioactive@home Kits hat Schmerzen bereitet (BOM zusammensuchen, Nach-Löt-Debugging, debugging, debugging). Die Software-Installation und Einbindung in das Projekt ging vergleichsweise einfach.
  • coderot is real
  • Die Vernetzung der beiden Projekte radmon und radioactive@home hat erstaunlich gut funktioniert (einfach Mal über den Tellerrand blicken) und es ist sogar eine konsolidierung der Datensätze passiert – ohne weiteres Engagement.  A+++ (5/5) – would hubel again –makefu.

projekt owners: exco, makefu

Aufruf: Dokumentiere deine Projekte online! (nicht nur bei HHH)

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Am Freitag, den 11. Dezember 2015 um 19 Uhr trifft sich im shackspace die Stuttgart-Python-Interest-Group StuPIG.

Diesmal zeigt @michael-k, wie man bei Aexea Celery-Tasks mit Hilfe von Dekoratoren und Metaklassen besser in den Workflow integrieren konnte. Der Vortrag stellt die einzelnen Schritte des Refactorings und was dabei gelernt wurde vor.

Jeder Python/Django-Interessierte ist eingeladen teilzunehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Wir freuen uns auf euren Besuch!

Hier die Protokolle der vergangenen Treffen.

Zum Event:
Eintritt frei! (Spenden an shack e.V. sind gerne gesehen) Jeder ist willkommen!
Datum: Freitag, 11. Dezember 2015 ab 19 Uhr
Anfahrt: U4/U9 Haltestelle “Im Degen”, Ulmer Straße 255, Stuttgart Wangen (gegenüber Kulturhaus Arena)

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logoAm Samstag den 12. und Sonntag den 13. Dezember 2015 freuen wir uns euch den Inexor Hackathon 2015 präsentieren zu können.

Inexor ist ein Fork des Quake-ähnlichen First-Person Shooters Cube 2: Sauerbraten.
Der Hackathon ist offen für alle. Wer sich für das Projekt interessiert oder gar mitarbeiten will, ist gerne eingeladen vorbeizukommen.

Update: Vortrag findet um 15:15 Uhr statt!

Samstag 12 Uhr: Hackathon – Diskussion und Arbeit an aktuellen Inexorthemen (Zielgruppe: Interessierte Entwickler)

Samstag 15:15 – 15:45 Uhr: Vortrag und Präsentation, anschließend Fragerunde (Zielgruppe: Alle Interessierten)

Samstag 16:00 – 20:00 Uhr: Forsetzung Hackathon (Zielgruppe: Interessierte Entwickler)

 

 

Zum Event:
Eintritt frei! (Spenden an shack e.V. sind gerne gesehen) Jeder ist willkommen!
Bitte kostenlos anmelden (doodle.com)
Datum: Samstag , 12. und Sonntag 13. Dezember 2015
Anfahrt: U4/U9 Haltestelle “Im Degen”, Ulmer Straße 255, Stuttgart Wangen (gegenüber Kulturhaus Arena)

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Am Mittwoch den 2. Dezember ab 18:30 Uhr ist es wieder soweit: im shackspace trifft sich die Softwerkskammer.

Diesmal gibt es einen kleinen Vortrag zu XP, Scrum und Kanban. Beantwortet werden sollen unter anderem die Fragen „Wie grenzt sich das Ganze gegeneinander ab?“ und „Wie lassen sich agile Prinzipien und Softwarecraftsmanship vereinen?“.

Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website der Softwerkskammer.

Zum Event:
Eintritt frei! (Spenden an shack e.V. sind gerne gesehen) Jeder ist willkommen!
Bitte vorab kostenlos anmelden (softwerkskammer.org)
Datum: Mittwoch, 02. Dezmeber 2015, 18:30 Uhr
Anfahrt: U4/U9 Haltestelle “Im Degen”, Ulmer Straße 255, Stuttgart Wangen (gegenüber Kulturhaus Arena)

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shackaday_frontSeit Februar 2010 steht der shack e.V. für technikzentrische Jugend- und Erwachsenenbildung sowie den künstlerisch-kritischen Umgang mit Technik.
Auf 450 qm finden die nunmehr über 200 Mitglieder und unzähligen Besucher Werkstatt, Elektroniklabor, Textillabor, Fabrication Lab, Medienlabor und Gesellschaftsräume zum Lernen, Experimentieren und Kommunizieren.
Zum 5-jährigen Jubiläum öffnen wir unsere immer offenen Türen noch ein Stück weiter.

Euch erwartet ein umfangreiches Vortrags- und Workshopprogramm.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

shack-a-days 2015

Samstag, 5. Dezember 2015
12:00 Uhr

shackspace
Ulmer Str. 255
70327 Stuttgart-Wangen
U4/U9 „Im Degen“

Ganztägig

  • Führungen durch die Vereinsräume
  • Wechselnde Verpflegungsangebote (Verschiedene Naschereien, herzhaftes Curry, Getränke & Bar)

Abends

Gemütliche Lounge zum Ausklang bei Cocktails & Musik.

Workshops

First come, first served, jeweils Platz für 6-8 Teilnehmer.
Für den GnuPG Workshop wird ein Laptop mit Thunderbird oder Outlook benötigt.

Wann Was Wer
1200 – 1500 Emailverschlüsselung mit GnuPG für Jedermann Karlo
1300 – 1500 Funk & Antennen horn
1500 – 1700 Painless VPN mit tinc exco, makefu

Vorträge

Wann Was Wer
1230 Grundlagen & Kennwerte von Antennen Andreas Uebner
1300 reddit erklärt h0uz3
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1400 Neue Programmiersprachen und was sie besser machen flyx
1430 choco – apt-get für Windows kurt
1500 Das perfekte Steak hadez
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1600 5 Jahre shackspace – Ein Rückblick (tbd)
1630 Robot Operating System timm
1700 Lightning Talks TBD
1730 borg backup Thomas Waldmann
1800 Layer 1 Internet (Fiber, xWDM & Lasers) momo
1830 Hackerquiz qknight

 

 

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